64. Chamer Volksfest 2012 - Brilliantfeuerwerk
Fotos + Text: Benjamin Franz
     
     
Brillianten am Volksfesthimmel

Im Festzelt glänzten die Promis, am Chamer Nachthimmel funkelte das Brilliantfeuerwerk.

Ein Feuerwerk krönt so manche Großveranstaltung, auch das Chamer Volksfest beschert seinen Besuchern Don- nerstagnacht ein feuriges Highlight am Nachthimmel. Seit Jahrzehnten ist mit diesem Programmpunkt die Firma Woesch aus Würzburg beauftragt. Die Pyrotechniker hat- ten schon in den Nachmittagsstunden damit begonnen, diverse Startrampen auf dem Busparkplatz über dem Cha- mer Stadion aufzubauen.

Über 200 Einzeleffekte waren geplant, die in stehenden Fiberglas- und Aluminiumröhren in den Festhimmel ge- schossen werden. Friedrich Woesch, der schon als kleiner Junge mit seinem Vater das Feuerwerk fürs Volksfest in Cham vorbereitet durfte, kann auf eine 142 jährige Tradition zurückblicken. Mit seinem Sohn und einem Mitarbeiter be- stückt er sorgfältig nach Plan die Abschussvorrichtungen. Alles wird doppelt und dreifach kontrolliert, damit kein Blindgänger die Choreografie und das „Feuerbild“ stören kann. Mit Lunten und der offenen Flamme zum Zünden wird hier schon lange nicht mehr gearbeitet. Orange Drähte an den Schwarzpulverladungen laufen in einer elektronischen Zündanlage zusammen. Mit einem Funkauslöser wird Woesch das Feuerwerk aus sicherer Entfernung in Gang setzten, aber erst wenn Sepp Altmann via Handy das Si- gnal gibt. Der Präsident des Volksfestvereins freute sich derweil über ein volles Festzelt. Beim Städte- und Gemein-

 
detreffen hatten sich viele Abordnungen aus der Region im Zelt versammelt, die zum Teil mit Bussen in die Kreisstadt befördert wurden. Die Oktoberfestkapelle Otto Schwarz- fischer sorgte wieder für gute Stimmung und ließ sich dann auch gerne von den „Promis“ im Zelt dirigieren. Auch die Fahrgeschäfte und Aussteller auf dem Festgelände konnten sich am Donnerstagabend über einen großen Zulauf freuen. Ob das anstehende Feuerwerk dafür verantwortlich war?

Um 22:30 Uhr war es dann soweit. Woesch und seine Männer gaben einen „Warnschuß“ ab, der viele in den Schaustellergassen zusammenzucken ließ. Mit dem Knall stieg eine flammende Kugel über dem Fussballstadion auf und wies den vielen Volksfestbesuchern die Blickrichtung für das folgende Spektakel. Dann schraubten sich weitere qualmend Geschosse in den schwarzen Himmel, um dann mit einem weiteren Knall in feurigen Blumen zu zerstoben. Mit ohh… ahh... wurde das immer wieder von den vielen Zuschauern kommentiert. Die Intensität steigerte sich und zum Finale funkelte es imposant über den Köpfen der Chamer. Hoffentlich haben die Pyrotechniker, die in einiger Entfernung für das „brillante“ Schauspiel verantwortlich waren, den Schlussapplaus vernommen. Denn es war wieder mal ein Knaller.

Am Sonntag findet das 46. Musikfest „Klingendes Cham 2012“ im Rahmen des Volksfestes statt. „Erst die Meß und dann die Maß“ Festliche Bläsergottesdiensten können Interessierte in allen Pfarreien der Stadt erleben. Um 14:00 Uhr Großer Festzug von der Bahnhofstrasse zum Volks- festplatz.