70. Chamer Volksfest - Mess und Mass + Klingendes Cham
Impressionen - Fotost + Bericht: Benjamin Franz
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mess und Mass + Klingendes Cham    

Perfekte Organisation ist alles und wenn es jemanden gibt, der das beherrscht, ist das Reinhard Lesinski von der Chamer Kolpingsmusik.
Seit Bestehen des Vereines, früher als Spielmannszug jetzt als Musik-verein, nehmen die Musiker teil. Das können nicht viele der Gruppen behaupten, doch Lesinski kann auf viele Kapellen zählen, wenn er bereits im Oktober beginnt die Einladungen an alle Vereine in der Oberpfalz und Niederbayern zu verschicken. Der Termin Anfang August ist für viele Gruppen eine feste Größe in der Jahresplanung, trotz der Ferienzeit oder bei manchen gerade deswegen.
Für die Chamer Partnerstädte aus der Schweiz und Belgien ist der Zeitpunkt ob der langen Anreise eher schwierig. Doch die Schützenvereine aus dem Gau auf die ist Verlass, meint Lesinski.

Nach einem anstrengen Notfall mit der Wasserwacht gestern Abend am Drachensee, stand er bereits um neun Uhr morgens mit seiner Kolpingsmusik in der Kirche. „Erst die Mess und dann die Mass!“, ist das Motto und so spielten in den Kirchen in und rund im Cham verschiedenen Kapellen und begeisterten wie jedes Jahr die Besucher der Gottesdienste. Auch diese Einsätze werden von Reinhard Lesinski koordiniert und mit den zuständigen Pfarrern abgestimmt. Nach der musikalische Begleitung in der Stadtpfarrkirche St. Josef ging es für ihn und die Kolpingsmusik weiter zum Engagement beim Frühschoppen ins Festzelt und dann begann pünktlich um 14 Uhr unter seiner Leitung der große Musikzug.

61 Gruppen, leider gab es zwei Absagen wegen der angekündigten hohen Temperaturen, mit insgesamt fast 2.000 Personen waren am Sonntag auf den Beinen und marschierten im Takt der vielen Kapellen und Spielmannszüge vom Bahnhof bis zum Chamer Stadion, wo heuer erstmals eine Vorstellung der Gruppen durch Volksfestvereinspräsident Sepp Altmann stattfand.
Die acht Jubelvereine aus dem Landkreis sind alle dabei,meint Lesinski stolz.

 

Auch achtet er auf eine abwechslungsreiche Zusammenstellung,Trachten-,Schützen- Sportvereine und Feuerwehren, Kapellen und Spielmannszüge aus nah und fern bilden den bunten Zug. Darunter auch der Spielmannszug aus Eggenfelden und der Trachtenverein die Riedelsteiner, die heuer das erste Mal dabei waren. Bunte Farbtupfer waren wieder die tschechische Kapelle „ Solovacka-Susice“, die Dudelsackpfeifer aus dem Nachbarland und natürlich auch die dazugehörige Tanzgruppe.
Auch das diesjährige Kinderritterpaar aus Furth im Wald war dabei, unterstützt vom Spielmannszug der Nachbarstadt und einer Abordnung vom „Cave Cladium“.
Auch ein Vierspänner vom Waldschmidt-Verein aus Eschlkam war heuer erstmalig da. Teilnehmerstärkste Vereine waren heuer die SUKK Schorndorf mit 80 Personen und der Burschenverein aus Schorndorf, sowie die DJK Vilzing. Die wohl weiteste Anreise hatten die Kapellen aus Hemau und Schlicht.
Im Stadion standen bereits Getränke bereit, die dankenswerterweise von der Chamer Wasserwacht verkauft wurden. Aber auch die teilnehmenden Vereine hatten vorgesorgt und teils auf Leiterwagen kühle Getränke oder auch Sonnenschirme dabei.

Vier Musikstücke wurden gemeinsam von allen Musikern gespielt, dirigiert von Andreas Sperlich, Leiter der Kolpingsmusik, Sepp Blaha Kreisvorsitzender des Musikbundes und Gerhard Engl, seines Zeichens Bezirksvorsitzender.
Nach dem Salutschüssen der Hofmarkschützen Loifling, dem Schützenverein Pylsteinia, den Böllerschützen Obernried und dem Schützenverein „Alte Büchs’n“áus Waldmünchen hatten sich alle die erste Maß im Festzelt redlich verdient.

Und Reinhard Lesinski sehnte sich dann wie so manch Anderer nach einer erfrischenden Dusche und einer Mütze Schlaf.